Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

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1.4 Halber Regelbeitrag Jungselbständige zahlen in den ersten drei Kalenderjahren nach dem Jahr der Aufnahme der selbständigen Tätigkeit grundsätzlich den halben Regelbeitrag (§ 165 Abs. 1 Satz 2 SGB VI). Abweichend hiervon ist auf Antrag die Zahlung des Regelbeitrags oder einkommensgerechter Bei träge möglich. Bis zum Ablauf von drei Jahren nach dem Jahr der Aufnahme der selbständigen Tätigkeit wird der Beitragsberechnung ein Arbeitseinkommen in Höhe von 50 vom Hundert der Bezugsgröße zugrunde gelegt. Ein Einkommensnachweis ist nicht erforderlich. Die Regelung bezweckt die Erleichterung von Existenzgründungen, indem die Betroffenen in den Anfangsjahren nicht zu stark mit Rentenversicherungsbeiträgen belastet werden. Die Zahlung des halben Regelbeitrags ist nicht auf die erst malige Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit beschränkt, sondern kann mehrfach zugelassen werden. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich inhaltlich um eine andere Tätigkeit handelt und dass die zunächst ausgeübte Tätigkeit aufgegeben wurde. Entscheidend ist, dass es sich um eine neue Tätigkeit mit Existenzgründungscharakter handelt. Die Drei-Kalenderjahresfrist beginnt nach dem Jahr der Aufnahme der zur Versicherungspflicht führenden selbständigen Erwerbstätigkeit und endet mit Ablauf des dritten Kalenderjahres, so dass die Zahlung des halben Regelbeitrags maximal für vier Kalenderjahre in Betracht kommt. Der Versicherte kann jederzeit beantragen, statt des halben Regelbeitrags den Regelbeitrag oder einkommensgerechte Beiträge zu zahlen.

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Quelle: Deutsche Rentenversicherung


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