Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

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2.5 Gründe für die Antragspflichtversicherung

Sozialleistungsbezieher und Arbeitsunfähige bzw. Rehabilitanden ohne Krankengeldanspruch, die von der Antragspflichtversicherung Gebrauch machen, verhindern dadurch das Entstehen von Lücken in ihrer Versicherungsbiographie. Wird die Rentenversicherungspflicht nicht beantragt, so kann das negative Auswirkungen einerseits auf die Höhe einer späteren Leistung (z. B. geringere Anzahl rentenrechtlicher Zeiten, niedrigere Bewertung beitragsfreier Zeiten [vgl. Abschn. B II.5]) und andererseits auf den Leistungsanspruch selbst (z.B. keine Wartezeiterfüllung, Verlust des Versicherungsschutzes für eine Rente wegen Erwerbsminderung [vgl. Abschn. B 1.4.1]) haben.

Sozialleistungsbezieher, die nicht kraft Gesetz versicherungspflichtig sind, und Arbeitsunfähige bzw. Rehabilitanden ohne Krankengeldanspruch stehen also z.B. im Krankheitsfall vor der Frage, ob sie die Versicherungslücke entweder mit Pflicht- oder freiwilligen Beiträgen schließen oder die Beitragslücke hinnehmen.

Die Entscheidung kann den Betroffenen von den Rentenversicherungsträgern zwar nicht abgenommen werden. Dennoch empfiehlt sich im Hinblick auf diese verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten und deren mögliche Auswirkungen auf die Versicherungsbiographie ggf. eine persönliche, dem Einzelfall gerecht werdende Beratung beim zuständigen Rentenversicherungsträger.

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Quelle: Deutsche Rentenversicherung

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