Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

Zurück zum Inhaltsverzeichnis Selbständige in der Rentenversicherung

3.1.1 Beitragsbemessungsgrundlage Die Beitragsbemessungsgrundlage ist der Wert, von dem die zur RV zu leistenden Beiträge berechnet werden und der als versichertes Bruttoeinkommen in die Rentenberechnung zur Ermittlung von Entgeltpunkten einzustellen ist. Maximal kann das ein Wert bis zur Beitragsbemessungsgrenze sein, die im Jahr 2011 in den alten Bundesländern monatlich 5500,- EUR und in den neuen Bundesländern monatlich 4800,- EUR beträgt. Beiträge können also maximal für ein Einkommen in dieser Höhe entrichtet werden. • Für versicherungspflichtige Selbständige ist die Beitragsbemessungsgrundlage regelmäßig ein Einkommen in Höhe der Bezugsgröße (§18 SGB IV). Diese beträgt im Jahr 2011 monatlich 2555,- EUR in den alten Bundesländern und monatlich 2240,- EUR in den neuen Bundesländern. Das entspricht annähernd der Versicherung eines Einkommens in Höhe des Durchschnittsentgelts. Bei dem im Jahr 2011 geltenden Beitragssatz von 19,9 v.H. ist zur Versicherung dieses Einkommens ein Beitragsaufwand von 508,45 EUR monatlich in den alten Bundesländern und 445,76 EUR monatlich in den neuen Bundesländern erforderlich (sog. Regelbeitrag). Bei Nachweis eines höheren oder niedrigeren Einkommens ist dieses (maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze, mindestens aber ein fester Betrag von 400- EUR monatlich - Mindestbeitragsbemessungsgrundlage)die maßgebende Beitragsbemessungsgrundlage. • Für freiwillig Versicherte bestimmt sich die Beitragsbemessungsgrundlage nach den gezahlten freiwilligen Beiträgen. Freiwillige Beiträge können sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern wahlweise in einer Höhezwischen dem Mindestbeitrag (im Jahr 2011 monatlich 79,60 EUR) und dem Höchstbeitrag (im Jahr 2011 monatlich 1094,50 EUR) gezahlt werden. Das bedeutet, die Beitragsbemessungsgrundlage kann für freiwillig Versicherte im Jahr 2011 monatlich zwischen 400,- EUR und 5500,- EUR betragen. Hinweis: Bei Pflichtbeitragszeiten im Beitrittsgebiet ist das versicherte Ein kommen auf „Westniveau\" hochzuwerten, bevor es durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten zu teilen ist. Einkommen x Faktor = Beitragsbemessungsgrundlage der Anlage 10 zum SGB VI Die maßgebenden Umrechnungsfaktoren können der Anlage 10 zum SGB VI entnommen werden. Für das Jahr 2011 beträgt der (vorläufige) Umrechnungsfaktor 1,1429. Der jeweilige Umrechnungsfaktor wird aus dem Verhältnis des Durchschnittsentgeltes aller Versicherten aus der Anlage 1 zum SGB VI zum niedrigeren Durchschnittsentgelt im Beitritts gebiet gebildet. Entgeltpunkte (Ost) werden dann im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt der Anlage 1 zum SGB VI ermittelt. Damit ist gewährleistet, dass die Versicherung eines Verdienstes in Höhe des Durchschnittsverdienstes immer einen Entgeltpunkt ergibt. Werte zur Umrechnung der Beitragsbemessungsgrundlagen des Beitrittsgebiets aus der Anlage 10 zum SGB VI Jahr Umrechnungswert bei Renten beginn ab vorläufiger Umrechnungswert bei Renten beginn von - bis 1992 1,4393 1.1.1994 1,4652 1.1.1992-31.12.1993 1993 1,3197 1.1.1995 1,3739 1.1.1993-31.12.1994 1994 1,2687 1.1.1996 1,2913 1.1.1994-31.12.1995 1995 1,2317 1.1.1997 1,2302 1.1.1995-31.12.1996 1996 1,2209 1.1.1998 1,1760 1.1.1996-31.12.1997 1997 1,2089 1.1.1999 1,1638 1.1.1997-31.12.1998 1998 1,2113 1.1.2000 1,2001 1.1.1998-31.12.1999 1999 1,2054 1.1.2001 1,1857 1.1.1999-31.12.2000 2000 1,2030 1.1.2002 1,2160 1.1.2000-31.12.2001 2001 1,2003 1.1.2003 1,1937 1.1.2001-31.12.2002 2002 1,1972 1.1.2004 1,1983 1.1.2002-31.12.2003 2003 1,1943 1.1.2005 1,1949 1.1.2003-31.12.2004 2004 1,1932 1.1.2006 1,1912 1.1.2004-31.12.2005 2005 1,1827 1.1.2007 1,1885 1.1.2005-31.12.2006 2006 1,1827 1.1.2008 1,1911 1.1.2006-31.12.2007 2007 1,1841 1.1.2009 1,1622 1.1.2007-31.12.2008 2008 1,1857 1.1.2010 1,1827 1.1.2008-31.12.2009 2009 1,1712 1.1.2011 1,1868 1.1.2009-31.12.2010 2010 - - 1,1889 1.1.2010-31.12.2011 2011 - - 1,1429 1.1.2011-31.12.2012

zurück zu: 3.1 Entgeltpunkte für Beitragszeiten

weiter zu: 3.1.2 Durchschnittsentgelt


Quelle: Deutsche Rentenversicherung


Zurück zum Inhaltsverzeichnis Selbständige in der Rentenversicherung



Kostenlose Steuerrechner online
Kostenlose Steuerrechner

Buchhaltungssoftware
MS-Buchhalter

Buchhaltungssoftware MS Buchhalter downloaden und kostenlos testen
Jetzt kostenlos testen

Weitere Informationen:

Beschränkte Steuerpflicht für in das Ausland gezahlte Rentenversicherungsleistungen
Die beschränkte Einkommensteuerpflicht der von der Deutschen Rentenversicherung Bund in das Ausland (hier: Kanada) gezahlten Renten wird nicht durch das DBA-Kanada 2001 ausgeschlossen. Die in Art. 18 Abs. 3 Buchst. c  DBA-Kanada 2001 vorgenommene Zuordnung des Besteuerungsrechts für Sozialversicherungsrenten an Kanada lässt das in Art. 18 Abs. 1 Satz 2 DBA-Kanada 2001 vorbehaltene Quelle...

Rentenversicherung: Hinzuverdienstgrenze wegen Rinderstall überschritten
Erwerbsminderungsrente muss anteilig zurückgezahlt werden Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung wird abhängig vom erzielten Hinzuverdienst bewilligt. Das anzurechnende Arbeitseinkommen richtet sich dabei grundsätzlich nach dem Einkommensteuerrecht. Wird ein Gebäude aus dem Betriebsvermögen in das Privatvermögen des Versicherten überführt, so sind die daraus resultierenden Einkünfte al...

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht nicht nur bei approbationspflichtiger Beschäftigung als Apotheker
Der 5. Senat des Bundessozialgerichts hat in seiner Sitzung vom 22.03.2018 (Az. B 5 RE 5/16 R) entschieden, dass ein Apotheker nicht nur dann von der Versicherungspflicht befreit ist, wenn er tatsächlich als approbierter Apotheker tätig ist; ausreichend ist auch eine andere, nicht berufsfremde Tätigkeit. Der Kläger, approbierter Apotheker, ist seit 2009 als Verantwortlicher für Medizin...

Nach dem Tod einer Rentnerin weiter gezahlte Rente kann von Rentenversicherung zurückverlangt werden
Rentenversicherung verlangt jahrelang nach dem Tod einer Rentnerin gezahlte Rente von den Kontobevollmächtigten zurück. Die Rentenversicherung zahlte in Unkenntnis des Todes einer 2005 verstorbenen Rentnerin bis zum Jahr 2011 weiter Rente auf deren Konto. Es ergab sich eine Überzahlung von ca. 77.000 Euro. Den auf dem Konto noch vorhandenen Betrag erstattete die Bank zurück. Es verblieb...

Rentenversicherung zukunftsfähig machen
 Die Alterung der Gesellschaft und die Folgen der Digitalisierung der Arbeitswelt stellen die gesetzliche Rentenversicherung nach Ansicht des Bundesrates vor enorme Herausforderungen. In seiner Stellungnahme zum Rentenversicherungsbericht 2017 vom 2. Februar 2018 appelliert er an die Bundesregierung, die Alterssicherung an diese Veränderungen anzupassen, um ihre Verlässlichkeit zu gewährleis...