Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

Zurück zum Inhaltsverzeichnis Selbständige in der Rentenversicherung

4.7.1 Rente wegen BU BU nach § 43 Abs.2 SGB VI in der bis zum 31.12.2000 geltenden Fassung ist dann gegeben, wenn die Erwerbsfähigkeit eines Versicherten wegen einer Krankheit oder Behinderung auf weniger als die Hälfte der Erwerbsfähigkeit vergleichbarer Berufstätiger gesunken ist. Vergleich bar sind körperlich, geistig und seelisch gesunde Berufstätige mit einer ähnlichen Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten. In die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit des einzelnen Versicherten sind alle Tätigkeiten einzubeziehen, die seinen Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihm unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfangs seiner Ausbildung sowie seines bisherigen Berufs und der besonderen Anforderungen seiner bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können. Ausgangspunkt für die Beurteilung, ob ein Versicherter weiter hin berufsunfähig nachdem bis zum 31.12.2000 geltenden Recht ist, ist somit die Frage, welcher Beruf des Versicherten der maßgebliche „bisherige Beruf\" ist, denn die Rente wegen BU hat den Zweck, den Versicherten für den Fall zu schützen, dass er seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die Bestimmung des versicherten bisherigen Berufes sowie ggf. des Hauptberufes in den Fällen, in denen der Versicherte während seines Berufslebens mehrere verschiedene Berufe ausgeübt hat, richtet sich nach den gleichen Grundsätzen, wie sie für die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei BU nach § 240 SGBVI gelten (s. Ziff. 4.5). Gleiches gilt für die Einstufung in verschiedene Berufsgruppen bei der Frage, ob der Versicherte auf eine andere Tätigkeit zu verweisen ist, weil der Hauptberuf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann sowie für die Prüfung zumutbarer Verweisungstätigkeiten selbst. Kann ein Versicherter zumutbar auf eine andere Beschäftigung oder Tätigkeit verwiesen werden, kommt es für die BU nach dem bis zum 31.12.2000 geltenden Recht darauf an, ob Sein Restleistungsvermögen ausreicht, mindestens die Hälfte des tariflichen Durchschnittsentgelts eines vergleichbaren Versicherten - mitgleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten - zu verdienen (gesetzliche Lohnhälfte). Besteht keine Möglichkeit mehr, die gesetzliche Lohnhälfte zu erzielen, liegt BU vor. Das ist stets der Fall bei Versicherten, die ihre bisherige oder eine ihnen zumutbare andere Beschäftigung nur noch unter halbschichtig oder so gar unter zwei Stunden täglich verrichten können, weil ihre Erwerbsfähigkeit damit auf weniger als die Hälfte derjenigen eines vergleichbaren Versicherten gesunken ist.

zurück zu: 4.7 Rente wegen Berufsunfähigkeit (BU) oder Erwerbsunfähigkeit (EU) nach dem bis zum 31.12.2000 geltenden Recht

weiter zu: 4.7.2 Rente wegen EU

 

 

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Zurück zum Inhaltsverzeichnis Selbständige in der Rentenversicherung


Buchhaltungssoftware
MS-Buchhalter

Buchhaltungssoftware MS Buchhalter downloaden und kostenlos testen
EÜR & Bilanz Version
Jetzt kostenlos testen

Kostenlose Steuerrechner online
Kostenlose Steuerrechner
Steuerrechner24.de

steuer.org