Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

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5. Rechtswirkungen einer Antragspflichtversicherung

Ob ein Selbständiger, der die Voraussetzungen für die Antragspflichtversicherung erfüllt, diese Pflichtversicherung wählt, sich freiwillig in der gesetzlichen RV versichert oder aber außerhalb der gesetzlichen RV absichert, erfordert regelmäßig eine Abwägung, die die gesamten Lebensumstände berücksichtigt. Es ist daher an dieser Stelle nicht möglich, Empfehlungen abzugeben.

Insoweit kann hier nur darauf hingewiesen werden, dass eine Antragspflichtversicherung gegenüber der freiwilligen Versicherung naturgemäß dort Vorteile beinhaltet, wo z.B. als Voraussetzung für eine Leistung Pflichtbeiträge erforderlich sind. So können die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen verschiedener Renten an Versicherte allein durch die Zahlung von Pflichtbeiträgen erfüllt werden. Auch sind Pflichtbeiträge erforderlich, um bestimmte Vertrauensschutzregelungen in Anspruch nehmen zu können. Zwei Beispiele:

  • Personen, die vor dem 1.1.1984 weniger als fünf Jahre Beitrags- und Ersatzzeiten zurückgelegt haben, können die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nur durch die Zahlung von Pflichtbeiträgen erfüllen. Das trifft auch auf Personen zu, die zwar vor dem 1.1.1984 die Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben, in deren Versicherungsbiographie jedoch seit dem 1.1.1984 nicht jeder Monat mit einer Anwartschaftserhaltungszeit belegt ist.
  • Vor dem 1.1.1952 geborene weibliche Versicherte können sich bereits von der Vollendung des 60. Lebensjahres an einen Anspruch auf eine Altersrente für Frauen verschaffen, wenn sie nach Vollendung des 40. Lebensjahres mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt haben und die Wartezeit erfüllen.

    Hinweis:
    Zwar wurden für Frauen, die nach dem 31.12.1939 geboren sind, die Altersgrenzen stufenweise auf das 65. Lebensjahr angehoben. Den noch besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Altersrente für Frauen frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres zu beanspruchen. Allerdings muss für jeden Monat der vorgezogenen Inanspruchnahme ein Rentenabschlag von 0,3 % in Kauf genommen werden. Die entstehende Rentenminderung kann jedoch durch die Zahlung von Beiträgen ausgeglichen werden.

Weiterhin erfüllen Personen, die in den letzten zwei Jahren vor der Antragstellung auf Rehabilitationsleistungen sechs Kalendermonate Pflichtbeiträge haben, die Voraussetzungen für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation.

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Quelle: Deutsche Rentenversicherung

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