Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

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5.41 Verkaufsförderer Verkaufsförderer treten in der Praxis unter der Bezeichnung Werber, Werbedame, Promoter, Propagandist oder Merchandiser auf. Eine dieser Berufsbezeichnungen sagt jedoch noch nichts über den sozialversicherungsrechtlichen Status aus, da die Bezeichnungen nicht typisierend einheitlich verwandt werden, sondern im Einzelfall die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder umfassen können. Im Allgemeinen werden unter Propagandisten Personenverstanden, die Waren in Kaufhäusern zum Verkauf anbieten, während Promoter die Waren selbst nicht verkaufen, sondern für sie werben, zum Beispiel durch das Verteilen von Prospekten oder Proben. Der einem Kaufhaus gestellte Propagandist, der die Ware für Rechnung des Kaufhauses direkt anbietet oder verkauft, zählt aufgrund seiner Eingliederung in den Betrieb des Kaufhauses zu den abhängig beschäftigten Arbeitnehmern. Propagandisten, die von ihrem Auftraggeber hergestellte Waren gegen Provision in Kaufhäusern für deren Rechnung anbieten und verkaufen zählen grundsätzlich ebenfalls zu den abhängig Beschäftigten (BSG Urteile vom 24.10.1978 - 12 RK 58/76 - [in: USK 78134] und vom 12.10.1979 - 12 RK 24/78 - [in: USK 79221]). Das ist insbesondere dann der Fall, wenn eine Mindestprovision vom Auftraggeber garantiert wird. Promoter, die in einem Kaufhaus für Produkte ihres Auftraggebers lediglich werben und weder ein Mindesthonorar noch einen pauschalen Aufwendungsersatz, sondern ausschließlich eine erfolgsabhängige Provision von ihrem Auftraggeber erhalten, dabei aber weder an Weisungen des Auftraggebers noch an solche des jeweiligen Kaufhauses gebunden sind, insbesondere ihre Arbeitszeit frei einteilen können, stehen nicht in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis (Urteil des Bayerischen LSG vom 18.5.2004 - L 5 KR 194/03- [in: www.sozialgerichtsbarkeit.de]).

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Quelle: Deutsche Rentenversicherung


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