Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

Zurück zum Inhaltsverzeichnis Selbständige in der Rentenversicherung

6.1 Altersrente für Frauen Weibliche Versicherte, die vor dem 1.1.1952 geboren sind, haben Anspruch auf die Altersrente für Frauen, wenn sie das 60. Lebensjahr vollendet und die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben. Zusätzlich wird als besondere versicherungsrechtliche Voraussetzung verlangt, dass nach Vollendung des 40. Lebensjahres mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorhanden sein müssen (§ 237a SGB VI). Frauen der Geburtsjahrgänge 1952undjünger können diese Altersrente nicht mehr in Anspruch nehmen. Mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge nach Vollendung des 40. Lebensjahres bedeuten, dass vor dem 1.1.1952 geborene versicherte Frauen vom 40. Geburtstag an mindestens 121 Monate mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt haben müssen. Die Belegung mit frei willigen Beiträgen reicht hier nicht aus. Diese Rentenart kommt daher insbesondere für selbständig tätige Frauen nur in Frage, wenn sie nach dem 40. Geburtstag entweder vor ihrer aktuellen selbständigen Tätigkeit mindestens 121 Monate in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis gestanden haben, für das Pflichtbeiträge entrichtet worden sind, oder in ihrer selbständigen Tätigkeit kraft Gesetzes oder auf Antrag die erforderlichen Pflichtbeiträge entrichtet haben. Hinweis: Die versicherungsrechtliche Voraussetzung der Altersrente für Frauen kann eine selbständig erwerbstätige Frau regelmäßig nur über eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen RV erfüllen. Versicherte der Geburtsjahrgänge ab 1952 und jünger können diese Altersrente überhaupt nicht mehr beziehen. Die Anhebung der Altersgrenze von 60 Jahren auf die Altersgrenze von 65 Jahren ist inzwischen bei der Altersrente für Frauen mit dem Geburtsjahrgang 1944 abgeschlossen worden. Dennoch besteht für weibliche Versicherte der Geburtsjahrgänge bis 1951 die Möglichkeit, frühestens mit 60 Jahren die vorgezogene Altersrente für Frauen zu beziehen. Allerdings wird dann für jeden Monat, den die Rente vorzeitig bezogen wird, ein Rentenabschlag von jeweils 0,3 % vorgenommen. Dieser Rentenabschlag soll den durch die vorzeitige Inanspruchnahme der Rente ins gesamt verlängerten Bezugszeitraum ausgleichen. Der Abschlag bleibt daher - auch bei einer sich anschließenden Regelaltersrente - über die Regelaltersgrenze hinaus bestehen und wirkt sich darüber hinaus auch auf eventuell zu leistende Hinterbliebenenrenten aus. Die Versicherte kann allerdings eine durch die vorzeitige Inanspruchnahme zu erwarten de Rentenminderung durch Zahlung von Beiträgen ausgleichen (§ 187a SGB VI). Die Zahlung muss aber bis zum Erreichen der Regelalters grenze erfolgen.

zurück zu: 6. Die vorgezogenen Altersrenten

weiter zu: 6.2 Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit


Quelle: Deutsche Rentenversicherung


Zurück zum Inhaltsverzeichnis Selbständige in der Rentenversicherung



Kostenlose Steuerrechner online
Kostenlose Steuerrechner

Buchhaltungssoftware
MS-Buchhalter

Buchhaltungssoftware MS Buchhalter downloaden und kostenlos testen
Jetzt kostenlos testen

Weitere Informationen:

Beschränkte Steuerpflicht für in das Ausland gezahlte Rentenversicherungsleistungen
Die beschränkte Einkommensteuerpflicht der von der Deutschen Rentenversicherung Bund in das Ausland (hier: Kanada) gezahlten Renten wird nicht durch das DBA-Kanada 2001 ausgeschlossen. Die in Art. 18 Abs. 3 Buchst. c  DBA-Kanada 2001 vorgenommene Zuordnung des Besteuerungsrechts für Sozialversicherungsrenten an Kanada lässt das in Art. 18 Abs. 1 Satz 2 DBA-Kanada 2001 vorbehaltene Quelle...

Rentenversicherung: Hinzuverdienstgrenze wegen Rinderstall überschritten
Erwerbsminderungsrente muss anteilig zurückgezahlt werden Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung wird abhängig vom erzielten Hinzuverdienst bewilligt. Das anzurechnende Arbeitseinkommen richtet sich dabei grundsätzlich nach dem Einkommensteuerrecht. Wird ein Gebäude aus dem Betriebsvermögen in das Privatvermögen des Versicherten überführt, so sind die daraus resultierenden Einkünfte al...

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht nicht nur bei approbationspflichtiger Beschäftigung als Apotheker
Der 5. Senat des Bundessozialgerichts hat in seiner Sitzung vom 22.03.2018 (Az. B 5 RE 5/16 R) entschieden, dass ein Apotheker nicht nur dann von der Versicherungspflicht befreit ist, wenn er tatsächlich als approbierter Apotheker tätig ist; ausreichend ist auch eine andere, nicht berufsfremde Tätigkeit. Der Kläger, approbierter Apotheker, ist seit 2009 als Verantwortlicher für Medizin...

Nach dem Tod einer Rentnerin weiter gezahlte Rente kann von Rentenversicherung zurückverlangt werden
Rentenversicherung verlangt jahrelang nach dem Tod einer Rentnerin gezahlte Rente von den Kontobevollmächtigten zurück. Die Rentenversicherung zahlte in Unkenntnis des Todes einer 2005 verstorbenen Rentnerin bis zum Jahr 2011 weiter Rente auf deren Konto. Es ergab sich eine Überzahlung von ca. 77.000 Euro. Den auf dem Konto noch vorhandenen Betrag erstattete die Bank zurück. Es verblieb...

Rentenversicherung zukunftsfähig machen
 Die Alterung der Gesellschaft und die Folgen der Digitalisierung der Arbeitswelt stellen die gesetzliche Rentenversicherung nach Ansicht des Bundesrates vor enorme Herausforderungen. In seiner Stellungnahme zum Rentenversicherungsbericht 2017 vom 2. Februar 2018 appelliert er an die Bundesregierung, die Alterssicherung an diese Veränderungen anzupassen, um ihre Verlässlichkeit zu gewährleis...