Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

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8. Zuschläge an Entgeltpunkten für Arbeitsentgelt aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung Für Arbeitsentgelt aus einer geringfügigen versicherungsfreien Beschäftigung, für das nur der Arbeitgeber einen Beitragsanteil von 15 v.H. (bis zum 30.6.2006 waren es 12 v.H.) getragen hat, ist ein Zu schlag an Entgeltpunkten zu ermitteln (§ 76b SGB VI). Dieser errechnet sich, indem Kalenderjahr für Kalenderjahr das erzielte Arbeitsentgelt durch das Durchschnittsentgelt der Anlage T zum SGB VI geteilt und mit dem Verhältnis vervielfältigt wird, in dem der Beitragssatzanteil von 15 v.H. zu dem zum Zeitpunkt der Beschäftigung geltenden Beitragssatz steht. Beispiel: Ausübung einer geringfügigen 1.7.2010 - 31.12.2010 versicherungsfreien Beschäftigung monatliches Entgelt 400- EUR Lösung: 6 Mon. x 400,- EUR = 2400,- EUR 2400,-: 32003,- EUR (vorläufiges Durchschnittsentgelt 2010) = 0,0750 0,0750 x 15 : 19,9 (Beitragssatz 2010) = 0,0565 Entgeltpunkte Es ermittelt sich ein Zuschlag von 0,0565 Entgeltpunkten. Hieraus ergibt sich eine monatliche Rentenhöhe von 1,54 EUR, wenn man die vom 1.7.2009 bis 30.6.2011 geltenden Berechnungsgrößen zugrunde legt. Eine Unterscheidung in alte und neue Bundesländererfolgt nicht. Wurde auf die Versicherungsfreiheit verzichtet, handelt es sich nicht um ein Arbeitsentgelt aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung, für das ein Zuschlag an Entgeltpunkten zu ermitteln ist (vgl. 1.9.2.1.1). In diesem Fall war der Pauschalbeitrag von 15 v.H. vom Versicherten selbst bis zum eigentlichen Beitragssatz aufzustocken, und es handelt sich somit um „normale\" Pflichtbeitragszeiten. Besteht für einen geringfügig versicherungsfrei Beschäftigten Versicherungsfreiheit bereits aus einem anderen Grund, beispielsweise wegen • Bezugs einer Vollrente wegen Alters • Versorgungsbezugs • Erreichen der Regelaltersgrenze ohne „Vorversicherung\" sind keine Zuschläge an Entgeltpunkten zu ermitteln.

zurück zu: 7. Zuschläge aus einer Beitragszahlung zum Ausgleich von Rentenminderungen durch vorzeitige Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters oder bei Abfindung einer Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung

weiter zu: 9. Zusätzliche Entgeltpunkte aus nicht verwendeten Wertguthaben


Quelle: Deutsche Rentenversicherung


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