Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

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9.2.1.6 Pflichtbeitragszeiten für Entwicklungshelfer und begrenzt im Ausland beschäftigte Deutsche • Entwicklungshelfer i.S. des Entwicklungshelfer-Gesetzes (EhfG), die Entwicklung- oder Vorbereitungsdienst im Ausland (bei einem Vorbereitungsdienst auf den Entwicklungsdienst ggf. auch im Inland) für befristete oder unbefristete Zeit leisten, können auf Antrag versicherungspflichtig sein. Voraussetzung ist allerdings, dass daneben keine Beschäftigung gegen Entgelt ausgeübt wird. • Wer als Deutscher oder als nach den Regelungen des über- und zwischenstaatlichen Rechts einem Deutschen gleichgestellter Ausländer eine zeitlich begrenzte Beschäftigung im Ausland ausübt, kann auf Antrag der Versicherungspflicht unterliegen. Die Ausübung einer selbständigen Tätigkeit wird von diesen Möglichkeiten der Antragspflichtversicherung nicht erfasst. Ein entsprechender Antrag auf Versicherungspflicht für Entwicklungshelfer und im Ausland begrenzt beschäftigte Deutsche gem. § 4 Abs.1 Nr. 1 und 2 SGB VI kann nur von einer Stelle mit Sitz im Inlandgestellt werden. Das können z.B. Organisationen, die Aufgaben der Entwicklungshilfe und humanitäre Aufgaben wahrnehmen, oder Wirtschaftsunternehmen sein. Die Beiträge werden von den antragstellenden Stellen getragen. Eine Beteiligung des Versicherten ist aber im Rahmen einer gesonderten Vereinbarung möglich. Als beitragspflichtige Einnahme gilt das Arbeitsentgelt oder, wenn dies günstiger ist, ein gesondert ermittelter fiktiver Verdienst. Dieser Betrag ist das Produkt aus der Beitragsbemessungsgrenze für Monatsbezüge des Kalenderjahres, für das die Beiträge zu entrichten sind, und einem Verhältniswert. Der Verhältniswert, der aus der Summe der Arbeitsentgelte für die letzten drei vor Aufnahme der Tätigkeit voll mit Pflichtbeiträgen belegten Kalendermonate gebildet wird, ist mit der Summe der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze für diesen Zeitraum zu vergleichen. Er beträgt mindestens 0,6667. Ergibt der Verhältniswert mehr als 1, ist der beitragspflichtige Betrag auf die jeweilige Beitragsbemessungsgrenze für Monatsbezüge zu begrenzen.

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Quelle: Deutsche Rentenversicherung

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