Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

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9.3.2.7 Pauschale Anrechnungszeit für Zeiten vor dem 1.1.1957 Vor dem 1.1.1957 ist nach § 253 SGB VI mindestens eine Anrechnungszeit in Höhe der „pauschalen Anrechnungszeit\" zu berücksichtigen (§ 253 SGB VI). Da das Rentenrecht vor 1957 keine Anrechnungszeiten vorsah, sollen mit der pauschalen Anrechnungszeit ggf. aufgrund nicht vorhandener Nachweise eingetretene Lücken in der Versicherungsbiographie geschlossen werden. Die Höhe dieser pauschalen Anrechnungszeit wird durch eine spezielle Berechnung ermittelt. Für die Berechnung kommt es u.a. auf die Gesamtzeit und die Gesamtlücke an. Der Beginn der Gesamtzeit ist der erste Tag des Kalendermonats, in dem die Vollendung des 17. Lebensjahres liegt. Das Ende wird durch den letzten Pflichtbeitrag vor dem 1.1.1957 bestimmt. Wurde vor dem 1.1.1957 keine Pflichtbeitragszeit zurückgelegt, lässt sich eine pauschale Anrechnungszeit nicht ermitteln. Sind vor dem 1.1.1957 keine längeren Anrechnungszeiten nachgewiesen als die ermittelte pauschale Anrechnungszeit, ist die pauschale Anrechnungszeit bei der Rentenberechnung zu berücksichtigen. Kalendermonate der pauschalen Anrechnungszeit werden bei der Rentenberechnung mit dem vollen Wert berücksichtigt, der sich im Rahmen der sog. Gesamtleistungsbewertung aus der individuellen Gesamtleistung an Beiträgen im belegungsfähigen Zeitraum ergibt. Selbst wenn eine längere nachgewiesene Anrechnungszeit zu berücksichtigen ist, kann sich die pauschale Anrechnungszeit auf die Höhe der Rente auswirken, wenn es sich bei der nachgewiesenen Zeit um eine Anrechnungszeit wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Ausbildung handelt, die nur einen begrenzten Gesamtleistungswert erhält.

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Quelle: Deutsche Rentenversicherung


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