Inhaltsverzeichnis: Selbständige in der Rentenversicherung

Zurück zum Inhaltsverzeichnis Selbständige in der Rentenversicherung

9.4.1 Versicherungspflicht

Nach dem bis zum 31.12.1991 geltenden Recht endete die Versicherungspflicht als selbständig tätiger Handwerker - ausgenommen Bezirksschornsteinfegermeister, wenn für 216 Kalendermonate Pflichtbeiträge zur RV gezahlt waren (vgl. § 1 Abs. 1 Satz 1 HwVG).

Selbständige Handwerker, die von dieser Regelung erfasst wurden, bleiben auch über den 31.12.1991 hinaus in dieser Tätigkeit nicht versicherungspflichtig (§ 229 Abs.2 SGB VI). Damit ist sichergestellt worden, dass Handwerker, bei denen bis zum 31.12.1991 die Versicherungspflicht mit Erreichen der Mindestpflichtbeitragszeit von 18 Jahren automatisch entfallen ist, diesen Stand behalten, solange die maßgebliche Eintragung in die Handwerksrolle andauert. Bei Löschung der Eintragung in die Handwerksrolle und späterer Wiederaufnahme der Handwerkertätigkeit mit Eintragung in die Handwerksrolle entsteht jedoch Versicherungspflicht gem. § 2 Satz 1 Nr. 8 SGB VI.

Statt desgenerellen Wegfalls der Versicherungspflicht können sich seit dem 1.1.1992 selbständig tätige Handwerker - wiederum mit Ausnahme der Bezirksschornsteinfegermeister - von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn für sie mindestens 18 Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt worden sind (vgl. hierzu V. 2.4).

zurück zu: 9.4 Sonderregelungen im Zusammenhang mit dem Wegfall des HwVG

weiter zu: 9.4.2 Versicherungsfreiheit

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Zurück zum Inhaltsverzeichnis Selbständige in der Rentenversicherung


Kostenlose Steuerrechner online
Kostenlose Steuerrechner

Buchhaltungssoftware
MS-Buchhalter

Buchhaltungssoftware MS Buchhalter downloaden und kostenlos testen
Jetzt kostenlos testen

Weitere Informationen:

Rentenversicherung fordert nur schriftlich zu Zahlungen auf
...

Rentenversicherungsbericht 2019 verabschiedet
...

Deutsche Rentenversicherung: Haushaltshilfe als Minijobber anmelden
...

Zur Rentenberatung lieber nicht zur Rentenversicherung
...

Kein Vorliegen einer Erwerbsunfähigkeit: Zur negativen Entscheidung des Rentenversicherungsträgers
Reichweite der Nahtlosigkeitsregelung des § 145 Abs. 1 Satz 1 SGB III Anders als die positive Entscheidung des Rentenversicherungsträgers über das Vorliegen von Erwerbsunfähigkeit (EU), lässt die negative Entscheidung des Rentenversicherungsträgers, dass keine EU vorliegt, die Fiktionswirkung des § 145 Abs. 1 Satz 1 SGB III (sog. Nahtlosigkeitsregelung) nicht entfallen (Anschluss an ...